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Jazz beim polenmARkT 2011

Bester Quartet (PL)
Freitag, 25. November 2011, 19:30 Uhr

Das Bester Quartet war bis 2007 unter dem Namen The Cracow Klezmer Band bekannt, die 1997 in Krakau vom jungen Musiker, Komponisten und Akkordeonspieler Jaroslaw Bester gegründet wurde. Unter dem alten Namen haben sich die vier Musiker rasant einen hohen Stellenwert in der internationalen Szene moderner jüdischer Musik erspielt und dürfen diesbezüglich durchaus mit den Stadtnachbarn Kroke in einem Atemzug genannt werden. Wie jene verbinden sie traditionelle Klänge mit Jazz, moderner Kammermusik oder Avantgarde, allerdings war der Ansatz der vier Virtuosen um Bester ein noch stärker von Improvisation geprägter, ja: etwas radikaler, energetischer. Weshalb sie auch vom New Yorker Jazzer und Szeneaktivist John Zorn entdeckt und in die Bewegung der Radical Jewish Music eingereiht wurden. Auf dessen Label Tzadik erschienen entsprechend auch die bis dato sechs Alben des Quartetts. Seitdem haben sie neben Zorn noch mit Größen wie Tomasz Stanko, Frank London, Grazyna Auguscik, John McLean, Don Byron oder Jorgos Skolias gearbeitet, zudem viel für Fernseh- und Radiosendungen aufgenommen, vor allem aber weltweit gefeierte Shows gespielt, die Kritiker wie Publikum begeistert hinterließen.

Jaroslaw Bester (Akkordeon)
Jaroslaw Tyrala (Violine)
Oleg Dyyak (Akkordeon, Klarinette, Schlagzeug)
Mikolaj Pospieszalski (Kontrabass)

Leszek Możdżer (PL)
Sonntag, 27. November 2011, 19:30 Uhr

Ein junger Superstar des polnischen Jazz. Leszek Możdżer spielt seit dem Alter von Fünf Klavier. Er durchlief eine klassische Ausbildung, bis er erst im Alter von achtzehn Jahren auf Jazz stieß. Ausgehend von seiner Mitwirkung bei der Gdańsker Band Miłość, sperrig groovende Sperrspitze der experimentellen Yass-Szene der frühen Neunziger, wurde er jedoch schnell zur Jazz-Sensation. Seitdem wurde Możdżer mit Preisen geradezu überhäuft, vor allem aber als grandioser Piano-Improvisationskünstler weltweit anerkannt. Er hat an über 100 Alben mitgewirkt, Musik für Theater und Film geschrieben, letzteres auch in Kooperation mit Zbigniew Preisner und Jan Kaczmarek, er war Teil der Zbigniew Namysłowski Gruppe und spielte mit diversen anderen polnischen Jazz-Größen wie Tomasz Stańko, Michał Urbaniak oder Adam Pieronczyk sowie unter anderem mit Arthur Blythe, Buster Williams, Billy Harper, Pat Metheny oder Archie Shepp auf internationalem Terrain.

Leszek Możdżer (Piano)

Beide Konzert finden im Rahmen des polenmARkT 2011 im Theater Vorpommern, Robert-Bluhm-Straße, Greifswald, statt.

polenmARkT 2010: Andrzej Jagodziński Trio (PL)

2010 ist Chopin-Jahr. Und wenn weltweit der 200. Geburtstag des grossen musikalischen Sohns Polens gefeiert wird, kann natürlich auch der polenmARkT nicht umhin, sich ihm erstmalig und gleich mit einem ganz besonderen Höhepunkt anzunähern.
Das Andrzej Jagodziński Trio hat Chopin abseits der Jubiläumszyklen bereits Anfang der Neunziger aufgegriffen und diese Auseinandersetzung auf mehreren Alben vertieft, von „Chopin“ 1993 über „Chopin one more time“ 2000 bis zum ganz aktuellen „Les Brilliantes“. Wofür die Band um den Pianisten Andrzej Jagodziński mehrfach preisgekrönt und global mit Begeisterung überhäuft wurde. Jagodziński, ein genialischer Instrumentalist (der auch Waldhorn studierte), hat ein einmaliges Talent zur jazzigen Belebung von Klassik, spielte aber auch mit polnischen Jazz-Klassikern, darunter der Grande Dame des Genres, Ewa Bem. Seine Mitspieler stehen da nicht zurück. Adam Cegielski, ein Kontrabass-Virtuose in Klassik wie Jazz, spielte mit Tomasz Stańko oder Zbigniew Namysłowski, nahm aber genauso für den Filmkomponisten Zbigniew Preisner oder mit dem Warschauer Symphonieorchester unter Lord Yehudi Menuhin und Krzysztof Penderecki auf. Czesław „Mały“ Bartkowski schließlich ist eine trommelnde Jazz-Legende. Er debütierte 1960 in Jerzy Pakulskis Far Quartet, spielte mit Krzysztof Komeda, bei Czesław Niemens „Enigmatic“, mit Michał Urbaniak oder der Urszula Dudziak Group und arbeitete international mit Art Farmer, Aladar Pege, Ben Webster oder Clark Terry. Eine hochkarätige Konstellation also, die außerordentlich spannende Interpretationen garantiert.

Czesław Bartkowski (Schlagzeug)
Adam Cegielski (Bass)
Andrzej Jagodziński (Piano)

Sonntag, 28. November 2010, 19:30 Uhr
Theater Vorpommern, Robert-Bluhm-Straße, Greifswald
Ein Konzert im Rahmen des polenmARkT 2010

polenmARkT 2010: Kollataj Jazz Trio (PL)

Szczecin hat sich seit mehreren Jahren zu einer regen „Brutstätte“ von Jazztalenten entwickelt – vor allem dank seiner angesehenen Musikschule, der Philharmonie und den zahlreichen Jazzclubs und -cafés, die über das Jahr für ein facettenreiches Jazzleben sorgen. In dieser Szene fanden sich drei aus Gorzów Wielkopolski stammende Musiker zusammen, die seitdem als Kollataj Jazz Trio auftreten. Der Namensgeber des Trios,
Drummer Krzysztof Kollataj, hat an der Musikakademie in Poznan und Katowice studiert und arbeitet seit vielen Jahren für die Philharmonie und die Schloßoper in Szczecin. Krzysztof Ciesielski war bereits als Kind von prominenten Musikern umgeben, denn sein Vater betrieb ein Musikimpresariat. Ciesielski studierte Jazzkontrabass an der Universität in Zielona Góra bei Jacek Niedziela. Mariusz Smolinski ist Absolvent der Musikakademie in Wroclaw und im Trio für die Tasteninstrumente zuständig.
Die Musik des Trios zeichnet sich insbesondere durch ihre Virtuosität des Spiels aus und verzaubert mit einem sanften und gefühlvollen Clubjazz. Neben bekannten Jazzstandards werden eigene Kompositionen präsentiert, was einen langen und sinnlichen Jazzabend im Koeppenhaus verspricht. Nach dem offiziellen Konzert ist das Publikum zu einer Jam-Session eingeladen.

Krzysztof Kollataj (Schlagzeug)
Krzysztof Ciesielski (Bass)
Mariusz Smolinski (Tasteninstrumente)

Samstag, 19. November 2010, 23:00 Uhr
Café Koeppen, Bahnhofstraße 5, Greifswald
Ein Konzert im Rahmen des polenmARkT 2010

polenmARkT 2009: Marcin & Bartlomiej Brat Oles Duo (PL)

Die Musik der 1973 in Polen geborenen Zwillingsbrüder Bartlomiej Brat Oles (Schlagzeug) und Marcin Oles (Kontrabass) lässt sich nicht in eine bestimmte Schublade stecken – in ihren selbst geschriebenen Stücken finden sich sehr viel Jazzenergie, Improvisationsgeist sowie stimmungsvolle Züge der Kammermusik.
Die beiden Musiker genießen sowohl in ihrer Heimat als auch im Ausland unter Kennern ein hohes Ansehen. Insbesondere mit ihren unkonventionellen Projekten haben sie sich einen Namen gemacht. Sie arbeiten mit renommierten Musikern der polnischen und internationalen Jazzszene zusammen, wie beispielsweise Kenny Werner, Theo Jörgensmann, Erik Friedlander, David Murray, Ken Vandermark, Chris Speed, Andrzej Przybielski, Rudi Mahall, Adam Pieronczyk, Herb Robertson und Rob Brown. Darüber hinaus sind die Oles-Brüder nicht nur als Jazzmusiker tätig. Neben vielen Eigenkompositionen, durch die sich ihre umfangreiche Diskographie auszeichnet, schreiben sie Musik für polnische Theater- und Filmproduktionen.

Immer wieder auf ein Neues bestimmen die beiden Brüder die improvisierte Musik. Und so werden sie sich während ihres Gastspiels in Greifswald mit einer im Jazz äußerst selten präsentierten Form des Duettes auseinandersetzen, die ausschließlich aus einer rhythmischen Einheit besteht: Kontrabass und Schlagzeug. Auch wenn die Besetzung klein ist, ist ihre Musik doch beeindruckend groß, reich und originell.
2008 haben die beiden Brüder ihr eigenes Label „Fenommedia“ gegründet, bei dem auch ihr aktuelles Projekt „Duo“ erschienen ist.

Freitag, 20. November 2009, 22:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald
Ein Konzert im Rahmen des polenmARkT 2009

Marcin & Bartl‚omiej Brat Oles

polenmARkT 2008: Aga Zaryan (PL)

Aga Zaryan gilt als eine der talentiertesten Jazzsängerinnen Polens. Die gerade 29-jährige Sängerin, welche Absolventin der Warschauer Musikakademie sowie Stipendiatin des Stanford Jazz Workshop ist, wurde zweimal in Folge von den Lesern des polnischen Magazins „Jazzforum“ zur besten Jazzsängerin ihres Landes gewählt. Ihre CD-Einspielungen erreichten mehrmals Gold und Platin Status. Nun ist es endlich an der Zeit, diese wunderbare Sängerin, deren Ruf mittlerweile bis nach Israel, die
USA, Frankreich und Schweden reicht, auch bei uns bekannt zu machen. Kritiker fühlen sich an Diana Krall erinnert, doch Vergleiche sollten sich bei dieser Stimme mit dem erotischen Etwas eigentlich verbieten.
Aus Anlass des 63. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstands erschien im August 2007 das bis dato letzte Album „Sterbende Schönheit/Umiera Piękno“, ein Jazz-Tribut an die Helden und Opfer jener im nationalen Bewusstsein so stark verankerten Tage. In ihrem Programm in Greifswald werden sowohl Stücke jenes Albums als auch neue Songs aus ihrem im März 2009 erscheinenden Album zu hören sein, zudem haucht Aga Zaryan auf ihre ganz unverwechselbare Art amerikanischen Jazzklassikern frisches Leben ein.

22. November 2008, 19:30 Uhr
Theater Vorpommern, Robert-Blum-Straße, Greifswald
Ein Konzert im Rahmen des polenmARkT 2008

polenmARkT 2008: Tomasz Kowalczyk Trio (PL/DE)

Tomasz Kowalczyk

Das Tomasz Kowalczyk Trio ist ein junges Jazztrio, bestehend aus Hamburger und Berliner Musikstudenten.
Der 19-jährige Ausnahmepianist Tomasz Kowalczyk, welcher am Jazzinstitut Berlin studiert und mit seinem Klavierspiel die entscheidenden Akzente setzt, wird begleitet von Jakob Dreyer (Kontrabass) und Janosch Pangritz (Schlagzeug). Tomasz Kowalczyk und Janosch Pangritz spielen bereits seit ihrer Schulzeit miteinander. Zu diesem trotz ihrer Jugend bereits routinierten Zusammenspiel kommt seit kurzem Jakob Dreyer, der am Kontrabass neue Impulse in den Gesamtsound einbringt. Das Jazztrio beendet in Greifswald eine lange Konzertreihe, bei der es in zahlreichen Städten Deutschlands zu hören war und geht entsprechend eingespielt auf die Bühne. Das Publikum darf sich auf akustisch glanzvollen, modernen und melodiösen Jazz – eine stimmungsvolle Mischung aus Eigenkompositionen und Klassikern – freuen.

16. November 2008, 21:00 Uhr
Medienwerkstatt des CDFI, Bahnhofstraße 50, Greifswald
Ein Konzert im Rahmen des polenmARkT 2008

Fotos vom Konzert bei Flickr…

polenmARkT 2007: RoMeLo (PL)

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Das Jazztrio „RoMeLo“ eröffnet musikalisch am 16. November 2007 im Café Koeppen den diesjährigen polenmARkT. Grzegorz Rogala (Posaune), Derek Shirley (Bass) und Marcin Lonak (Schlagzeug) begeistern mit einer Kombination aus Ethnojazz, Balkanbeats, polnischer Folklore, orientalischen Klängen und modernen Rhythmen. Interessant und frisch wird ihr Spiel durch elegante Einschübe freier Improvisationen. Ein Abend den sich keiner entgehen lassen sollte.

16. November 2007, 22:30 Uhr
Café Koeppen, Bahnhofstraße 4, Greifswald



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