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Schöner softer Jazz im Koeppenhaus

Schöner softer Jazz im Koeppenhaus, harmonischer Ausklang zum Semesterende, Krokodil aus Schweden, der Gitarrist Klar Gallbrand und der Kontabassist Palle Sollinger, die es “unglaublich” finden hier zu sein, unglaublich vielleicht, so viele begeisterte Letue zu sehen, Palle Sollinger äußerst sich nicht näher, das Koeppen ist voll, aber man sitzt gut und nah und der Einstieg ist so sanft, dass man sich vorkommt wie im heilsamen Klangbad. Den Einfluss der traditionellen skandinavischen Lieder – so steht es im Programm – man merkt ihn vielleicht an den wiederkehrenden Phrasen, an der Zurückhaltung – wie klingen skandinavische Lieder? fragt sich die Zuhörerin aus dem Süden – und ist froh, das der Schlagzeuger Frederik Rundquist dabei ist. Phantasievoll, einfühlsam, begleitet er die beiden – und das Gefühl kommt auf, ihn einmal hören zu wollen, wenn er sich nicht zurückhält. Sein Rhythmus hat einen unglaublichen Drive, reizvoll in der Kombination mit der lyrischen Gitarre und dem groovenden Bass. Besonders schön ist das Stück vor der Pause, die Gitarre mit orientalsierender Melodie, das Schlagzeug mit seinen Becken und Trommeln intensiv, rhythmisch, temperamentvoll, und der Bass harmonisch mittendrin. Am allerbesten aber ist die Zugabe,die die Jungs nach dem begeisterten Beifall einfach spielen müssen. So sollten sie sich öfter treiben lassen, wunderbar improvisiert ist das, das Schagzeug legt ein paar Trommelstärken zu, temporeiches, intensives, treibendes, präzises, variantenreiches Spiel – Gitarre und Bass überraschen durch immer neue Klangfarben, Melodienzauber und einen Rhythmus, der das Publikum abheben lässt … mit vollen Ohren und besänftigtem Herzen geht man nachhaus … sieht den Vollmond unterwegs, den blauen Pommernhimmel, das Leuchten der Sterne und das helle Band der Milchstraße … und ist zufrieden und satt.
(Ostseeblog)

Modern Jazz im Koeppenhaus

Eine zweite Zugabe gab es nicht. Zwar erklatschte sich das Publikum dies anfänglich noch fordernd und ließ den Beifall vor der letzten Verbeugung der Musiker noch einmal aufflammen. Aber mit dem gut zweistündigen Auftritt verschenkte sich das Trio „Hyperactive Kid“ am Donnerstag letztlich nicht die Gunst der Zuhörer.
Die drei Berliner kehrten nach längerer Zeit wieder in die Gründungsstadt
ihrer Formation zurück und stellten im Café Koeppen ihr neues Programm vor. „Wir freuen uns, wieder hier zu sein“, gestand der Gitarrist Ronny Graupe bei seiner Begrüßung. Mit ein paar Tupfern auf dem Schlagzeug, die von Tenorsaxophon und siebensaitiger E-Gitarre aufgegriffen wurden, startete „Hyperactive Kid“ zu einem anregenden Abend durch. Hinter bizarren Titeln wie Kruste, Püppchen, Rostende Löffel oder Ländler standen zuweil lustige Begebenheiten. Die motivisch-akkustische Arbeit des Trios jedoch sprach für sich. Knackige Themen und wendige Improvisationen wechselten sich innerhalb der lebendigen Eigenkompositionen nach vorbereitendem Blickkontakt einander ab. Das gleichzeitige Spiel Philipp Groppers auf Tenor und Sopransaxophon, der mal rockige, mal durch die Benutzung des Bogens imitierte Klang von Cellos und Geige auf der E-Gitarre und dem nach eigenem Gusto den Rhythmus oder Thema abändernden Christian Lillinger gehören zu den vielen begeisternden Spontaneitäten des Auftritts. Der eingängige „Rocker Tilo“ bildete als Zugabe in seiner Schlichtheit einen krönenden Abschluss.
(U. Rossner, Ostsee-Zeitung)



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