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9MAI’12 Mads la Cour & Im Beruf (DK/N/S)

Die neueste Ergänzung zur langen Liste erstklassiger dänischer Trompeter kommt von der schönen Insel Fünen. Mads la Cour erreichte ein großes Publikum, als er schon im jungen Alter von 25 Jahren Mitglied der Dänischen Radio Big Band wurde, von der er oft als Solist eingesetzt wird. Nicht zuletzt durch seine Kunst auf dem Flügelhorn hat er seine Position in der dänischen Jazz-Szene und im Ausland etabliert. Sein erfinderisches, unberechenbares und bezauberndes Spiel reißt die Hörer mit!

Mads neues Quintett Im Beruf, das kürzlich das Album „Grandpa left you nothing“ eingespielt hat, ist schlichtweg eine Traumcombo des jungen dänischen, ach was, skandinavischen Jazz. Pianist Magnus Hjorth, Bassist Peter Eldh – beide in Kopen- hagen lebende Schweden – und der norwegische Schlagzeuger Snorre Kirk sind ein eingeschworenes Trio, das die gesamte Jazzgeschichte drauf hat. Man höre die CD „Old new borrowed blue“ des Magnus Hjorth Trios! Der dänische Saxophonist Niels Lyhne Løkkegaard beeindruckt am zweiten Blasinstrument; 2004 hat er sich als Newcomer beim Nordischen Klang vorgestellt.

Die Kompositionen von Mads la Cour sind, so sagt er, inspiriert von der Lyrik des skandinavischen Jazz, gepaart mit dem Temperament der New Yorker Szene (z.B. Ralph Alessi, Don Byron). Im Beruf schließt die Lücke zwischen dem Nordic Sound und der Spontanität und Spannung, die freiere Spielweisen her- geben. Packende Improvisationen über schöne, klar gesponnene Klanggewebe sind die Leidenschaft der Band. Da dürfen sich auch Rock- und Popelemente hören lassen. Aus eingängigen Grooves und Hardcore Jazz entsteht eine faszinierende Musik, in der Humor und Temperament auf eingängige Melodien treffen.

Mads la Cour (Flügelhorn/Trompete)
Niels Løkkegaard (Alt-Saxophon)
Petter Eldh (Bass)
Magnus Hjorth (Flügel)
Snorre Kirk (Schlagzeug)

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Mittwoch, 9. Mai 2012, 22:00 Uhr
Medienwerkstatt des CDFI, Bahnhofstraße 50, Greifswald
Eintritt: 10 & 8 Euro, Festivalpass 5 Euro
VVK: Café Koeppen, Stadtinformation Greifswald

Das Konzert wird im Rahmen des Nordischen Klang 2012 zusammen mit der Medienwerkstatt des CDFI veranstaltet.

Fotos vom Konzert bei Flickr …

14APR’12 Eder (DE)

Eder repräsentieren eine Generation junger Musiker, welche die unterschiedlichen Genres und Stile absorbieren, um eigene komplexe Hybride hervorzubringen. Irgendwo zwischen Postrock und Jazz entsteht ein Organismus aus kompakten Grooves und vertrackten Strukturen, aus linearem Wohlklang und rätselhaften Freiräumen. Dabei reicht das Spektrum von lyrisch-sanften Momenten bis zur kollektiven Zerrissenheit im freien Spiel.
Ihr Album-Debüt “Und was ist mit mir?” erschien März 2012.

Felix Franzke (Gitarre)
Hendrik Krause (Bass)
Friedemann Pruß (Schlagzeug)
Niklas Kraft (Saxophon)

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Samstag, 14. April 2012, 21:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald

Fotos vom Konzert bei Flickr …

Eder

16MRZ’12 FUSK (DK/DE)

FUSK – Crème de la Crème des europäischen Contemporary Avant-garde Jazz – spannt einen Bogen von einprägsamen Melodien, über komplexe Strukturen, hin zur expressiven Auflösung der Muster. Hier regieren Ernstes und Kurioses gemeinsam, der Umgang mit dem Themen- und Tonmaterial ist stets spielerisch und damit sehr erfrischend. Ihr Album-Debüt erschien April 2011.

Kasper Tom Christiansen (Schlagzeug)
Philipp Gropper (Saxophon)
Andreas Lang (Bassgeige)
Rudi Mahall (Bassklarinette)

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Freitag, 16. März 2012, 21:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald

Fotos vom Konzert bei Flickr …

Berliner Trio begeisterte im Koeppenhaus

Es funktioniert. Sogar hervorragend. Wer bislang meinte, eine Jazzcombo brauche Harmonieinstrumente und eine Rhythmusgruppe, der wurde am Sonnabend im Koeppenhaus eines Besseren belehrt. Das Berliner Trio „So Weiss“ versprach vorab eine Verzauberung jenseits aller Jazzmoden. Was allerdings die bestehende Verschmelzung von gepflegter Improvisation mit Pop angeht, so liegt das Ensemble voll im Mainstream.
„So Weiss“ sticht dennoch heraus. Die Mischung aus sorgfältig eingesetzten Stimmen, eingängigen Klängen und geerdetem Songwriting macht den Unterschied. Letzteres umfasst Stimmungsbilder in Beziehungen oder Situationen. Besungen wird der lange Wintermonat Januar, die stehende Hitze im Hochsommer in einer U-Bahn oder Forderungskataloge an ein geliebtes Gegenüber. Spannend fügen sich der Kontrabassgroove von Roland Fidezius mit der variablen Stimme von Kristiina Tuomi und dem von Lied zu Lied sich abwechselnden Spiel Susanne Folks auf Saxofon und Klarinette zusammen. Letztere schmiegt sich unisono an den Gesang an oder greift als dezente Verstärkung selbst zum Mikrofon. Als Unplugged-Version präsentierte die Band den Ohrwurm „Lullaby“ von The Cure aus dem Jahre 1989. Anstelle der auf der E-Gitarre gezupften Erkennungsmelodie stimmte Susanne Folk sie mit einem warmen Ton auf dem Saxofon an, bevor Tuomi in ihr Lieblingslied einstieg.

Neben Pop und Walzer-Seligkeit gehört auch ein Schuss Country zu den Spielfeldern von „So Weiss“. Und dann gelingt beim Abschiednehmen eine zarte Kostbarkeit: Mit „Happiness for a moment“ berühren und beglücken Tuomi und Fidezius das Publikum im gut besuchten Saal des Koeppenhauses.
(U. Rossner, Ostsee-Zeitung, 27.02.2012)

25FEB’12 So Weiss (DE)

Saxofon/Klarinette, Kontrabass und zwei Frauenstimmen – mehr braucht das Berliner Jazzpop-Trio So Weiss nicht, um wunderbar poetische Songs vor einem auszubreiten. Die Sängerinnen Kristiina Tuomi und Susanne Folk und Bassist Roland Fidezius verzaubern jenseits aller Jazzmoden. Alte romantische Kunstlieder, französische Chansons, aber auch Tori Amos sind hörbare Einflüsse, münden in ganz eigene, aufs Maximum reduzierte Klangwelten.

Kristiina Tuomi (Gesang)
Susanne Folk (Gesang, Saxofon, Klarinette)
Roland Fidezius (Kontrabass)

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Samstag, 25. Februar 2012, 21:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald

Schoofinismus (DE)

Schoofinismus aus Dresden spielt eine Mischung aus Jazz, Groove und Modern Jazz und kann am 15. Februar 2012 in der Kulturbar live erlebt werden.

Philipp Schoof (Saxofon)
David Heiß (Trompete)
Christopher Lübeck (Klavier)
Phillip Oertel (Bass)
Halym Kim (Schlagzeug)

Mittwoch, 15. Februar 2012, 20:00 Uhr
Kulturbar, Lange Straße 93, Greifswald
Eintritt frei.

Johanna Borchert triumphierte vor Greifswalder Publikum mit neuen Tonnuancen

Es war ihr Solodebüt. Mit ihren Bands Schneeweiß & Rosenrot, Little Red Suitcase oder dem Trio Borchert/Conquest/ Snek- kestadt hatte Johanna Borchert in Greifswald bereits im Rampenlicht gestanden. Dienstagabend erspielte sich die in Berlin lebende Sängerin und Pianistin nun die ungeteilte Aufmerksamkeit der Jazzliebhaber in der Medienwerkstatt des Caspar-David-Friedrich-Instituts der hiesigen Uni. Zugleich war es das erste Konzert der Reihe Jazz in Greifswald in diesem Jahr, das eine gute Resonanz erfuhr.
Johanna Borchert, Jahrgang 1983, machte kein großes Aufheben um sich und diesen Abend. Sie setzte sich lieber auf den Klavierhocker, richtete sich das Mikrofon ein, fixierte den Blick und erzeugte dann mit ihren Fingern im tiefen Register des Flügels eine vibrierende Klangwolke, die auf einen Ton in der Mittellage auf den Punkt kam und sich zur lyrischen Begleitung ihrer Stimme ausformte. Johanna Borchert präsentierte an diesem Abend ihre gewinnende sängerische und pianistische Vielseitigkeit. Ihren kraftvollen Anschlag verwandelte sie nicht allein in ein zartes Glöckchenspiel in hoher Lage. Den Flügel präparierte Johanna Borchert als ein eindrucksvolles Schlaginstrument, dessen Klang die menschliche Stimme imitieren konnte – dank der zwischen die Saiten platzierten Stäbchen. Mit diesen neuen Tonnuancen übertraf sie selbst Leszek Mozdzers Kühnheiten auf den schwarzen und weißen Tasten, der damit im November während seines Komeda-Programms mit Klangexperimenten aufhorchen ließ.

Im Geiste des Kunstliedes des 19. Jahrhunderts vertonte Borchert Gedichte von Rilke und Morgenstern, flocht ein indisches Schlaflied dazwischen und gab augenzwinkernd in tiefer Stimmlage Sinatras Klassiker „My Way“. Als Komponistin scheut sie auch nicht mehrsprachige Ausflüge in den gepflegten Jazzpop oder andere Stile. Der Saal goutierte dies mit viel Applaus und erhielt als Gegendank zwei Zugaben.
(U. Rossner, Ostsee-Zeitung, 26.01.2012)

24JAN’12 Johanna Borchert Solo

Mit Bands wie Schneeweiss & Rosenrot, Little Red Suitcase oder Borchert/Conquest/Snekkestad tourte die in Berlin lebende Pianistin Johanna Borchert bereits in vielen Ländern Europas wie auch in Asien und den USA.
Nach Greifswald kommt sie dieses Jahr mit ihrem neuen Soloprogramm, in dem sich Improvisationen mit Kompositionen abwechseln und Johanna Borchert auch ihre Stimme einsetzt.

Johanna Borchert (Piano, Stimme)

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Dienstag, 24. Januar 2012, 21:00 Uhr
Medienwerkstatt, Bahnhofstraße 50, Greifswald
VVK: Café Koeppen

Rasmussen/Christiansen/Lang (DK)

Das Konzert kann leider nicht stattfinden. Die Musiker sitzen in Berlin fest. Vielen Dank für euer Verständnis.

Dieser Konzert-Abend steht ganz unter dem Stern des improvisierten Jazz. Keine Noten – viel eindrucksvolles musikalisches Können.
Mette Rasmussen, Saxofonistin aus Dänemark, konzentriert sich mit Bands wie Saft (DK) und Stoic (NO) auf Improvisationen und ist Mitglied der Blood Sweat Drum’n'Bass Big Band, die u. a. mit Jørgen Munkeby und Palle Mikkelborg spielte. Andreas Lang (Bass) und Kasper Tom Christiansen (Schlagzeug) arbeiten bereits seit 7 Jahren zusammen. Die beiden spielen unter anderem mit Rudi Mahall, Tobias Delius, Axel Dörner, Kresten Osgood, Philipp Gropper und Wanja Slavin.

Mette Rasmussen (Saxophon)
Kasper Tom (Schlagzeug)
Andreas Lang (Bass)

Freitag, 16. Dezember 2011, 21:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald

Jazz beim polenmARkT 2011

Bester Quartet (PL)
Freitag, 25. November 2011, 19:30 Uhr

Das Bester Quartet war bis 2007 unter dem Namen The Cracow Klezmer Band bekannt, die 1997 in Krakau vom jungen Musiker, Komponisten und Akkordeonspieler Jaroslaw Bester gegründet wurde. Unter dem alten Namen haben sich die vier Musiker rasant einen hohen Stellenwert in der internationalen Szene moderner jüdischer Musik erspielt und dürfen diesbezüglich durchaus mit den Stadtnachbarn Kroke in einem Atemzug genannt werden. Wie jene verbinden sie traditionelle Klänge mit Jazz, moderner Kammermusik oder Avantgarde, allerdings war der Ansatz der vier Virtuosen um Bester ein noch stärker von Improvisation geprägter, ja: etwas radikaler, energetischer. Weshalb sie auch vom New Yorker Jazzer und Szeneaktivist John Zorn entdeckt und in die Bewegung der Radical Jewish Music eingereiht wurden. Auf dessen Label Tzadik erschienen entsprechend auch die bis dato sechs Alben des Quartetts. Seitdem haben sie neben Zorn noch mit Größen wie Tomasz Stanko, Frank London, Grazyna Auguscik, John McLean, Don Byron oder Jorgos Skolias gearbeitet, zudem viel für Fernseh- und Radiosendungen aufgenommen, vor allem aber weltweit gefeierte Shows gespielt, die Kritiker wie Publikum begeistert hinterließen.

Jaroslaw Bester (Akkordeon)
Jaroslaw Tyrala (Violine)
Oleg Dyyak (Akkordeon, Klarinette, Schlagzeug)
Mikolaj Pospieszalski (Kontrabass)

Leszek Możdżer (PL)
Sonntag, 27. November 2011, 19:30 Uhr

Ein junger Superstar des polnischen Jazz. Leszek Możdżer spielt seit dem Alter von Fünf Klavier. Er durchlief eine klassische Ausbildung, bis er erst im Alter von achtzehn Jahren auf Jazz stieß. Ausgehend von seiner Mitwirkung bei der Gdańsker Band Miłość, sperrig groovende Sperrspitze der experimentellen Yass-Szene der frühen Neunziger, wurde er jedoch schnell zur Jazz-Sensation. Seitdem wurde Możdżer mit Preisen geradezu überhäuft, vor allem aber als grandioser Piano-Improvisationskünstler weltweit anerkannt. Er hat an über 100 Alben mitgewirkt, Musik für Theater und Film geschrieben, letzteres auch in Kooperation mit Zbigniew Preisner und Jan Kaczmarek, er war Teil der Zbigniew Namysłowski Gruppe und spielte mit diversen anderen polnischen Jazz-Größen wie Tomasz Stańko, Michał Urbaniak oder Adam Pieronczyk sowie unter anderem mit Arthur Blythe, Buster Williams, Billy Harper, Pat Metheny oder Archie Shepp auf internationalem Terrain.

Leszek Możdżer (Piano)

Beide Konzert finden im Rahmen des polenmARkT 2011 im Theater Vorpommern, Robert-Bluhm-Straße, Greifswald, statt.



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