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06JUN’13 Ronny Graupe’s Spoom (DE/DK)

Ronny Graupe’s Spoom: Musik, die Bilder ausdrückt und vielfarbige Vorstellungen weckt. Gitarrist Ronny Graupe kreist mit Bassist Jonas Westergaard und Schlagzeuger Christian Lillinger gewitzt-virtuos um Themen wie Erde und Raum. Und findet betörend feine, flexible Töne dazu.
Der musikalische Kontext beschränkt sich im Unterschied zum traditionellen Jazz nicht nur auf kurze musikalische Themen, auf denen dann die Improvisation folgt; vielmehr werden musikalische Ideen ver- und bearbeitet, sodass ein längerer kompositioneller Bogen erkennbar wird. Die Improvisationen sind der Notation gleichwertig. Sie stellen eine Reflexion über den komponierten Teil dar.

Ronny Graupe (Gitarre)
Jonas Westergaard (Bass)
Christian Lillinger (Schlagzeug)

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Donnerstag, 6. Juni 2013, 21:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald
Eintritt: 10 & 6 Euro
VVK: Café Koeppen, Stadtinformation Greifswald

Ronny Graupe, Foto Konstantin Kern

Michael Blake/Kresten Osgood: Im Zeichen der Rose

Der Frühling fordert sein Recht und sprießt unaufhaltsam in der Stadt. Zur aufblühenden Stimmung leisten zwei Herren ihren musikalischen Beitrag, der ebenfalls viel mit Aufbruch zu tun hat.
Der dänischstämmige Schlagzeuger Kresten Osgood ist den Greifswaldern bereits durch sein rotziges, kraftvolles Spiel bekannt. Zudem sind die Entertainer-Qualitäten wieder mal sehr ausgeprägt. Mit dem kanadischen Saxophonisten Michael Blake hat er einen Partner an der Seite, der den eher lyrischen Gegenpart zu Osgood einnimmt, denn im Gegensatz zu ihm „…strahlt sein melodiöses Spiel eine beruhigende Ökonomie aus“ (Joachim-Ernst Berendt). Sein eleganter Ton ist die komplementäre Kraft zu Osgoods Spielweise. Welch ein Glück für Greifswald – das einzige (!) Deutschlandkonzert fand am 15. Mai 2013 im Koeppenhaus statt.

Kresten Osgood, Foto: R. Schulz

Kresten Osgood nimmt Platz, bewaffnet mit einer Rose, deren Duft er prompt aufsaugt. Dies ist die Eröffnungsgeste. Der nun folgende Dialog, Schlagabtausch und Ideentransfer gerät eigenwillig humorvoll, irritierend, romantisch und aufwühlend. Nie ist sich der Hörer sicher was nun komponiert oder improvisiert ist. Der Gestaltungswille des Duos ist fesselnd und herausfordernd. Alles wird aufgefahren: Ob zarte, kammermusikalische Romantik oder an Brutalität grenzender Highspeed-Bop. Das Ganze klingt nie zu abstrahiert, bleibt immer fassbar und ist von Anfang bis Ende durchtränkt mit Tradition. Dabei verläuft die Interaktion nahezu synchron. Beide liefern einander Vorlagen, beantworten und erweitern diese labyrinthisch. Sie umspielen, reizen sich gegenseitig. Osgood bewegt sich vereinzelt dynamisch am Rande des Erträglichen – die hinteren Reihen zu wählen, erwies sich für die Zuhörer als kluge Wahl.

Michael Blake, Foto: R. Schulz

Michael Blake hat auch seine dröhnenden Momente, er erreicht (zum Glück) jedoch nie die physische Schmerzgrenze. Sein Ton ist kraftvoll aber luftig. Ob auf dem Sopran- oder dem Tenorsaxophon – stets wird man mit berührenden und dramatischen Wendungen und Artikulationen konfrontiert, die fortwährend von kompakter zu ausschweifender Farbgebung wechseln. Kresten Osgood hält es nicht allein an den Drums. Er steht auf nimmt exotische Flöten und Percussionelemente als Klangerweiterung zur Hand. Dabei rezitiert und philosophiert er, was in Teilen an Yusef Lateef erinnert. Hier wird deutlich: Kresten Osgood konserviert kein Handwerk, er atmet die Musik und ihre Geschichte mit dem Impetus eines wilden Romanciers. Auch die Rose wird als heimlicher roter Faden des Abends nicht verschont und endet als Klangerzeuger in Osgoods Trommel-Attacken. Dieser Spagat zwischen Meditation und Erregung war ein ordentlich sättigendes Notenpaket für einen Abend und man kann sich nur wünschen, dass sich in Zukunft mehr Leute aufmachen, um von der kleinen Jazz-Insel im Koeppenhaus zu zehren. (Stan Klifoth, 16. Mai 2013)

Fotos vom Konzert bei Flickr …

15MAI’13 Michael Blake/Kresten Osgood (CA/DK)

Die musikalische Verwandtschaft von Michael Blake und Kresten Osggod hat sich noch nie so gut wie auf der 2009 veröffentlichten CD „Control This“ (Clean Feed) widergespiegelt. Sofort fühlen wir die Verbundenheit der beiden Musiker. Sie verstehen einander unglaublich gut und spielen in nahezu synchroner Einmütigkeit miteinander. Aber was als Garantie für Sicherheit dienen könnte, wird hier zur Grundlage für eine tiefe Reise in die Bereiche kooperativen Erforschens, sowohl in die Musik hinein als auch ins menschliche Innere.

Michael Blake (Saxophon)
Kresten Osggod (Schlagzeug)

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Mittwoch, 15. Mai 2013, 21:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald

Fotos vom Konzert bei Flickr …

Osgood/Blake

13APR’13 Mira Falk Quartett (DE/IS/UK)

Zusammen mit dem Pianisten Kristján Martinsson, dem Kontrabassisten Pat Cleaver und dem Schlagzeuger Efraim Schulz-Wackerbarth präsentiert die Berliner Sängerin Mira Falk spielerische Eigenkompositionen und kreiert erfinderische Arrangements aus Stücken von Tom Waits und Benjamin Britten.
Mit Musik, die mal verspielt und leicht und dann wieder intim und meditativ ist, nimmt das Mira Falk Quartett ihre Zuhörer mit auf eine immer wieder neu erschaffende Reise durch ihre musikalische Welt.

Mira Falk (Gesang, Glockenspiel)
Kristján Martinsson (Piano, Akkordion)
Pat Cleaver (Kontrabass)
Efraim Schulz-Wackerbarth (Schlagzeug)

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Samstag, 13. April 2013, 21:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald

Fotos vom Konzert bei Flickr …

Maria Falk

21MRZ’13 Peter Ehwald’s Double Trouble (DE)

Ein atemberaubend runder prägnanter Puls, dieses tieftönende bauchige rhythmische Wabern – gleich zwei Kontrabässe bilden den Untergrund des Berliner Saxophonisten Peter Ehwald.
Zusammen mit den beiden WDR-Jazzpreis-Trägern Robert Landfermann und Jonas Burgwinkel und dem wilden Dänen Andreas Lang geht Peter Ehwald auf die rasante Suche nach einer Verbindung von Song-Struktur und kammermusikalischen Freiformen. Dabei bestechen die vier Musiker durch fesselnde ästhetische Stimmigkeit innerhalb ihres einen gemeinsamen Klangkörpers.

Peter Ehwald (Saxophon)
Robert Landfermann (Bass)
Andreas Lang (Bass)
Jonas Burgwinkel (Schlagzeug)

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Donnerstag, 21. März 2013, 21:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald
Eintritt: 10 & 6 Euro
VVK: Café Koeppen, Stadtinformation Greifswald

Peter Ehwalds Double Trouble

08FEB’13 Edi Nulz (A)

Edi Nulz ist eine junge Band; und das im besten Sinne. Ungestüm, wild und alles andere als glattgeschliffen aber dennoch leichtfüßig, virtuos und wendig. Eines ist die Musik der Drei aber jedenfalls: unberechenbar. Kaum wähnt man sich im sicheren Hafen einer eingängigen Melodie, findet man sich auch schon im freien Fall einer kollektiven Improvisation wieder; und eben noch jazzige Grooves verwandeln sich im Handumdrehen zum handfesten Indie-Rock-Riff.
Edi Nulz ist eine Kombination aus unbremsbarem Spielwitz, Humor und Wahnsinn, der in der Lage wäre, aus russischem Kaviar und rohen Kartoffeln ein Wiener Schnitzel zu zaubern – und das ganz ohne E-Herd. Schließlich ist man ja nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen!

Siegmar Brecher (Bassklarinette)
Julian Pajzs (Gitarre)
Valentin Schuster (Schlagzeug)

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Freitag, 8. Februar 2013, 21:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald
Eintritt: 10 & 6 Euro
VVK: Café Koeppen, Stadtinformation Greifswald

17JAN’13 BROM (DE)

Die Versuchsanordnung ist schnell erklärt. In elementarer Besetzung spielt das Berliner Trio BROM seit 2010 eigene und freie Musik. Als stoffliche Grundlage dafür dienen die offenen Kompositionen des Saxophonisten Alexander Beierbach – für ihn und seine Ko-Laboranten Jan Roder am Bass und Christian Marien am Schlagzeug Start- und Zielpunkte für brodelnde improvisatorische Reaktionsprozesse, großzügige Bögen und Klangexplosionen.

Alexander Beierbach (Saxophone)
Jan Roder (Bass)
Christian Marien (Schlagzeug)

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Donnerstag, 17. Januar 2013, 21:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald
Eintritt: 10 & 6 Euro
VVK: Café Koeppen, Stadtinformation Greifswald

BROM

13DEZ’12 Weidekamp/Shirley/Schröder (DE)

Weidekamp/Shirley/Schröder – ein Trio, bestehend aus den üblichen Verdächtigen der Berliner Musikszene, das sich am Deutschen Theater bei der „WOYZECK“ Produktion in der Musik von Tom Waits gesucht und gefunden hat. Nun verlassen sie gewohnte Pfade, um sich dem Jazz in seiner Vielschichtigkeit vorbehaltlos und voller Leidenschaft hinzugeben. Ihre Ideen schöpfen sie hierbei aus dem Fundus der Tradition sowie aus der Unmittelbarkeit des Jetzt.

Benjamin Weidekamp (Klarinette, Altsaxophon, Bassklarinette)
Derek Shirley (Bass)
John Schröder (Schlagzeug)

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Donnerstag, 13. Dezember 2012, 21:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald

Weidekamp/Shirley/Schröder

14NOV’12 Eder (DE)

Eder stammt aus Berlin/Leipzig und schreibt kraftvolle Songs, welche die Grenzen zwischen experimenteller Rockmusik, modernem Jazz und freier Improvisation verschwinden lassen. Nicht zuletzt die unermüdliche Suche der Musiker nach neuen klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten lässt die Songs der Band äußerst zeitgemäß und nie eintönig wirken. Der Gitarrist Felix Franzke versteht es, seinen Sound geschmackvoll durch Effekte jeglicher Couleur zu erweitern. Auch die anderen Musiker sind weit davon entfernt musikalisch ausgetretene Pfade zu betreten. Mit dem Saxophonisten Niklas Kraft als quasi Frontmann/Sänger der Band kann spontan Alles passieren. Seine erstaunlich reife und farbige Klangwelt bringt elegisch gespielte Melodien genauso wie energiegeladenen Linien hervor. Die Klangvielfalt des Schlagzeugers Friedemann Pruß umfasst dutzende kleinteilige Effekte wie Gongs, Spieluhren und Rasseln, welche sich dann wiederum mit dem verzerrten oder oktavierten Bass von Hendrik Krause vereinen. Dabei entstehen in vielen Songs frische und interessante Klangtexturen. Bemerkenswert ist die Fähigkeit aller Mitglieder der Band, sich in den Dienst eines homogenen Gesamtklangs zu stellen, ohne dabei die Vitalität und die Ausdruckskraft des Einzelnen vermissen zu lassen. Eder klingt lyrisch und experimentell, minimalistisch und ekstatisch, laut und leise.

Felix Franzke (Gitarre)
Hendrik Krause (Bass)
Friedemann Pruß (Schlagzeug)
Niklas Kraft (Saxophon)

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Mittwoch, 14. November 2012, 21:15 Uhr
Kulturbar – Cafe & Atelier, Lange Straße 93, Greifswald

Eder

31OKT’12 Max Andrzejewski’s Hütte (DE)

Die Band HÜTTE vereint vier jungen Musiker aus Berlin und Köln. Der Schlagzeuger Max Andrzejewski gründete die Band im Sommer 2011 mit Blick auf die ausgeprägte eigene Sprache seiner Mitmusiker Johannes Schleiermacher (Saxophon), Tobias Hoffmann (Gitarre) und Andreas Lang (Bass). Die Stücke sind voll unerwarteter Wendungen, kantiger und wohlig runder Ecken. Andrzejewski´s Melodien bleiben trotz Verschrobenheit im Ohr. Jeder Musiker kann seinen starken Freiheitsdrang innerhalb der komponierten Strukturen voll ausleben. So brennt sie, die Hütte.

Max Andrzejewski (Schlagzeug)
Tobias Hoffmann (Gitarre)
Andreas Lang (Bass)
Johannes Schleiermacher (Saxophon)

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Mittwoch, 31. Oktober 2012, 21:00 Uhr
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4/5, Greifswald

Fotos vom Konzert bei Flickr …

Hütte



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